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Jeans: Ein Klassiker unter den Materialien

Jeansstoff, auch bekannt als Denim, stammt ursprünglich aus Frankreich. Doch erst im 19. Jahrhundert verhalf Levi Strauss der mit Nieten besetzten Arbeitshose aus robustem Baumwollgewebe zu ihrem weltweiten Siegeszug. Ob in Form von Hose, Jacke oder Kleid – heute ist Denim aus keinem Kleiderschrank mehr wegzudenken.

Was ist eigentlich Jeansstoff und wie wird er hergestellt?

Jeansstoff ist ein robuster Baumwollstoff, der klassischerweise aus blauen und weißen Fäden in der sogenannten Köperbindung gewebt wird. Diese Bindung zeichnet sich durch eine feste, diagonale Webstruktur aus, die das Gewebe besonders strapazierfähig macht. Bei der typischen blauen Jeans werden vor dem Weben die auf der Außenseite der Jeans sichtbaren Kettfäden unter ständiger Sauerstoffzufuhr mit Indigo gefärbt, wodurch der Stoff seinen intensiven Blauton erhält. Die Fäden werden dabei nur oberflächlich und nicht durchgehend gefärbt, weshalb der Jeansstoff leicht ausgewaschen und aufgehellt werden kann. Die direkt auf der Haut liegenden Schussfäden bleiben weiß. Die klassische Bluejeans, ein intensives Dunkelblau ist das Hauptmerkmal dieser typischen Jeansvariante. Sie ist sehr wandelbar und lässt sich mit den verschiedensten Kleidungsstilen vereinbaren. Dunkle Jeansstoffe für dezente Eleganz - Schwarz und gedeckte Farben wie Grau oder Braun strahlen Ruhe und Seriosität aus – sodass die sonst eher legere Ausstrahlung des Stoffs etwas abgemildert wird. Insbesondere mit geradem Schnitt wirken dunkle Jeanshosen elegant. Es gibt viel Varianz durch Waschungen, da die Kettfäden des Jeansstoffs nur an der Oberfläche und nicht vollständig durchgefärbt werden, lässt dieser sich gezielt aufhellen. Durch Bleichen oder Schmirgeln können ausdrucksstarke Effekte erzielt werden. Besonders individuell und ein wenig ausgefallen sind Jeans mit aufgedruckten Dessins. Erlaubt ist, was gefällt – vom farbenfrohen Blumenmuster bis zum dezenten Ton-in-Ton-Druck. Reine Baumwolljeans sind steif und wenig dehnfähig. Früher legten sich echte Jeansliebhaber für einen körpernahen Sitz daher in die gefüllte Badewanne. Heute werden für die perfekte Passform und mehr Tragekomfort meist Mischgewebe mit Stretch-Garnen eingesetzt.Jeansstoff ist – obwohl er seinen typischen Charakterzügen bis heute treu geblieben ist – auch sehr vielseitig. Allein die klassisch blaue Jeans gibt es in verschiedenen Waschungen und Farbnuancen. Dazu kommen schwarze, weiße oder sogar bunt gemusterte Jeans sowie Jeans mit Applikationen. Durch unterschiedliche Fadenstärken und Materialmischungen ergeben sich weitere Unterschiede.

Eigenschaften von Jeansstoff

Jeansstoff ist robut und wiederstandsfähig. Baumwolle ist ohnehin bereits ein strapazierfähiges Material, durch die für Jeans typische dichte Diagonalwebung entsteht aber ein besonders belastbarer Stoff. Als Teil des charakteristischen Erscheinungsbilds der Jeans bilden sich mit der Zeit aber Tragespuren aus. Manche Jeansliebhaber bekennen sich dazu, ihre Jeans überhaupt nicht zu waschen, denn Flecken und Gerüche bleiben meist oberflächlich und dringen nicht in das dichte Gewebe ein, da der Stoff Schmutzresistent und fleckenabweisen ist. Stoffe schützen abhängig von ihrer Faser und Webart unterschiedlich gut vor UV-Strahlung. Und der aus Baumwolle gefertigte Jeansstoff mit seiner dichten Webung schützt sehr viel besser vor UV-Strahlung als andere Stoffe.
Verfärbungen nach langer Lagerung? Früher erschienen auf Jeans häufig gelbliche Flecken, die nach dem Waschen heller als der restliche Stoff waren. Ursache war der Abbauprozess des natürlichen Farbstoffs Indigo. Mit den heute üblichen synthetischen Farbstoffen passiert dies aber nicht. Eine wichtige Eigenschaft ist das Stoffgewicht. Prinzipiell gilt: Je dicker und schwerer der Jeansstoff ist, desto langlebiger ist das Kleidungsstück. Im Sommer werden aber trotzdem eher leichte Stoffe verwendet. Jeansstoff begeistert seit Generationen mit der gekonnten Kombination von Gegensätzen: Das robuste Material wird mit femininen Elementen kombiniert, das bewährte Design mit neuen Details – so entsteht ein zeitloser Klassiker. Und auch die Materialeigenschaften, die im 19. Jahrhundert die Jeans zur begehrtesten Arbeitshose machten, sprechen für sich. Jeanshosen sollte man nicht zu oft waschen. In der Regel ist es ausreichend, Jeans nach vier- bis fünfmaligem Tragen zu waschen. Flecken können meist ausgebürstet und Gerüche durch Lüften entfernt werden. Durch Schockfrieren im Gefrierfach werden Keime abgetötet. Jeans aus reiner Baumwolle können bei bis zu 60 °C in der Maschine gewaschen werden. Die heute üblichen Stretch-Jeans mit Elasthan werden aber am besten auf links bei nur 30 °C gewaschen. Mit Vollwaschmitteln könnten die Farben der Jeans zu schnell verblassen. Besser geeignet ist ein Fein- oder Colorwaschmittel, das Fasern und Gewebe schont. Bei Stretch-Jeans sollten man keinen Weichspüler verwenden, da dieser die elastischen Kunstfasern in Jeansstoff mit Stretch-Anteil zerstören kann – als Folge leiert der Stoff aus, das Gewebe kann beschädigt werden. Jeans färben insbesondere beim ersten Waschen ab. Daher ist die Maschinenwäsche grundsätzlich nur mit ähnlichen Farben zu empfehlen. Verblasste Jeans können sogar mit neuen zusammen gewaschen werden, um die Farben wieder aufzufrischen.