Cardigan

Was versteht man unter einem Cardigan?

Cardigan ist ganz einfach die englische Bezeichnung für eine Strickjacke. In der Modewelt benutzt man oft lieber den englischen Begriff, da dieser moderner klingt.

Strickjacken bestehen aus eng- oder grobmaschigem Strickgewirk und können je nach Material in ihren Wärmeeigenschaften variieren. Sie bestehen beispielsweise aus reiner Baumwolle, einem Baumwoll-Polyester-Gemisch, aus reinem Polyester oder hochwertigen Mischungen aus Wolle und Seide. Je dicker die Wolle, desto wärmer der Cardigan. Es gibt jedoch auch dünnere, grobmaschige Ausführungen.

Gemeinsam haben sie alle die ein- oder zweireihige Knopfleiste beziehungsweise einen Reisverschluss an der Vorderseite. Dadurch kann das Kleidungsstück bei unerwartetem Temperaturanstieg auch kurzerhand ausgezogen werden, ohne dass Makeup und Frisur darunter leiden. Optisch ist die Jacke sehr wandelbar, je nachdem ob sie mit einem Schalkragen, einer Kapuze oder dem klassischen V-Kragen versehen ist. Oft enthält sie zudem aufgesetzte Taschen.

Wozu trägt man ihn?

Ihre Variationsvielfalt macht die Strickjacke zu einem saisonübergreifenden Klassiker, welcher sich ganzjährig im Sortiment von Modehändlern befindet. Leichte Strickjacken können an Sommerabenden beispielsweise zu einem Abendkleid oder einem Top getragen werden. Modelle aus dickerem Material eignen sich dagegen als Übergangsjacke oder als Pullover-Ersatz an kälteren Tagen.

Lange Strickjacken, welche fast bis zu den Knien reichen, kombiniert man am besten mit engen Hosen wie zum Beispiel Röhrenjeans oder Leggins. Wird ein Cardigan mit einem Pullover in gleicher Farbe kombiniert, spricht man von einem sogenannten Twinset.

Woher kommt der Name Cardigan?

Als James Thomas Brudenell, 7. Earl of Cardigan im Juni 1854 das Kommando über eine Kavalerie im Krimkrieg erhält steht er vor einem Problem. Seine Männer leiden unter den kalten Temperaturen im offenen Gelände. Deshalb stattet Brudenell sie mit Strickjacken aus dicker Wolle aus. Damit hatte der Earl of Cardigan nicht nur das Kälteproblem in seiner Einheit gelöst, sondern auch gleich noch einen Modebegriff geprägt, den wir heute, 160 Jahre später noch immer verwenden.