Jersey
Jersey: Der Klassiker für T-Shirts und Co.

Jersey: Der Klassiker für T-Shirts und Co.

Jerseystoffe wurden in Großbritannien bereits im 19. Jahrhundert für die Herstellung weicher Unterbekleidung genutzt. Der weltweite Durchbruch gelang dem Stoffklassiker jedoch erst im Jahr 1916 und bewies, dass auch ein schlichter Stoff bei hochwertiger Verarbeitung äußerst elegant sein kann. Mittlerweile ist Jersey aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken.

Was ist eigentlich Jersey und woraus wird das Material hergestellt?

Jersey ist ein gestricktes Gewebe. Namensgebend war die britische Kanalinsel Jersey. Hier wurde der Stoff bereits im 19. Jahrhundert aus der Wolle der Inselschafe gestrickt und in die Welt exportiert. Heute wird Jersey sowohl aus verschiedenen Naturfasern als auch aus Kunstfasern hergestellt. Beliebt sind Gewebe aus Baumwolle, Wolle, Seide und Polyester. Während Baumwolljersey zum Beispiel besonders pflegeleicht ist, wärmt Jersey mit Wollanteil stärker – verfilzt bei falscher Pflege aber auch stärker. Jersey aus edler Seide oder aus Viskose ist zart und glänzt leicht. Polyesterjersey ist besonders robust.

Die Stricktechnik macht den Unterschied

Der Klassiker:
Single-Jersey

Auch als Trikotstoff bekannt ist Single-Jersey ein klassischer Stoff für T-Shirts und viele andere Kleidungsstücke. Da abwechselnd rechte und linke Maschen verwendet werden, ist er besonders weich und elastisch.
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Die robustere Variante: Double-Jersey

Bei der Herstellung von Double-Jersey werden entweder nur rechte oder nur linke Maschen verwendet, wodurch das Material robuster ist als Single-Jersey. Das Maschenbild auf Vorder- und Rückseite ist identisch.

Interlock-Jersey: besonders strapazierfähig

Interlock-Jersey ist ein doppelt gewirktes Gewebe. Es ist dadurch blickdicht und sehr strapazierfähig, dafür jedoch weniger elastisch. Der Stoff wird häufig für die Fertigung von Sportbekleidung eingesetzt.
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Individuelle Muster mit Jacquard-Jersey

Bei Jacquard-Jersey entstehen durch die Variation verschiedener Bindungen individuelle Strukturmuster. Aus diesem Stoff werden daher häufig Kleider oder Jacken hergestellt.
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Cloqué-Jersey für den festlichen Auftritt

Cloqué-Jersey hat eine spezielle, aufgeworfene Oberflächenstruktur. Diese erhält der Stoff durch zwei verschiedene Stricklagen, die nur teilweise miteinander verstrickt sind. Er eignet sich vor allem für die festliche Garderobe.
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Jersey ist ein beliebter Stoff für Ober- und Unterbekleidung. Genauer handelt es sich um ein gestricktes Gewebe mit Rippenmuster. Mithilfe verschiedener Stricktechniken, auch Wirkarten genannt, entstehen unterschiedlich robuste Stoffe mit verschiedenen Mustern und Strukturen. Sie eignen sich jeweils für unterschiedliche Anwendungsgebiete

Eigenschaften von Jersey

Dehnbar und elastisch

Durch seine gestrickte Struktur ist Jersey sehr dehnbar – und durch einen Stretch-Anteil kann der Stoff elastisch gemacht werden. Das bedeutet dann, dass er nach dem Dehnen wieder in seine ursprüngliche Form zurückkehrt.
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Ein weiches, leichtes Tragegefühl

Mit seiner speziellen Maschenstruktur und dem daraus folgenden hohen Luftanteil des Gewebes liegt Jersey schön weich und leicht auf der Haut. So wird die gute Passform des dehnbaren Stoffes durch ein angenehmes Tragegefühl ergänzt.
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Sehr guter Feuchtigkeitsabtransport

Die dank Strickstruktur vergrößerte Oberfläche von Jersey ist sehr saugfähig. Gleichzeitig kann die aufgenommene Feuchtigkeit auch schnell nach außen abgeleitet werden. So ermöglicht der Stoff einen sehr guten Feuchtigkeits- und Temperaturausgleich.

Eine atmungsaktive Struktur

Mit den Jersey-Stricktechniken können auch Fasern wie Polyester, die selbst nicht atmungsaktiv sind, zu atmungsaktiven Stoffen verarbeitet werden. Dadurch wird ein angenehmeres Klima auf der Haut gewährleistet.

Vielseitig einsetzbar

Jersey ist unkompliziert und lässt sich sehr gut und vielseitig einsetzen. Das zeigt nicht nur die weite Verbreitung in der Modewelt, sondern auch die Beliebtheit des Stoffes bei Hobbyschneidern.

Der Strickstoff erhält seine positiven Eigenschaften durch seine Maschenstruktur. Durch sie können auch Materialien wie Baumwolle, die selbst nicht dehnbar sind, zu elastischen Stoffen verarbeitet werden. Auch die Atmungsaktivität von Jersey macht den Stoff insbesondere für die Fertigung von T-Shirts, Unterbekleidung und Sportwäsche so beliebt.

Die richtige Pflege

Schonend auf links waschen

Jersey kann auf links im Feinwaschgang der Waschmaschine oder per Hand gewaschen werden. Die empfohlene Waschtemperatur ist abhängig vom jeweiligen Material – beachten Sie dazu die Pflegehinweise des Herstellers.

Ein mildes
Waschmittel nutzen

Um die Farben zu erhalten, sollte insbesondere bei bunt bedrucktem Jersey ein mild pflegendes Waschmittel für Feines ohne bleichende Bestandteile verwendet werden.

Besser an der Luft trocknen

Ob der Stoff trocknergeeignet ist, hängt vom jeweiligen Material ab. Generell empfiehlt sich aber das Trocknen an der Luft, um die Elastizität des Gewebes zu bewahren. Zudem gibt Jersey Feuchtigkeit ohnehin schnell nach außen ab.

Grosse Wäschestücke liegend trocknen

Wird Kleidung aus Jersey im nassen Zustand auf die Leine gehängt, können sich vor allem größere Wäschestücke aufgrund des höheren Eigengewichts verformen und in die Länge ziehen. Daher trocknen Sie Jersey am besten liegend.

Nicht zu heiss bügeln

Das Bügeln von Jersey ist in der Regel nicht notwendig. Sollen kleine Fältchen dennoch geglättet werden, dann bügeln Sie Jersey auf jeden Fall in Maschen- bzw. Längsrichtung.