Baumwolle
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Baumwolle:
Ein aussergewöhnliches
Naturprodukt

Selten machen wir uns bewusst, wie faszinierend Baumwolle – die beliebteste Textilfaser überhaupt – eigentlich ist. Ihre wertvollen Eigenschaften erkannten bereits die Menschen vor Jahrtausenden. Denn Baumwolle ist weicher Luxus für die Haut und bietet dabei äußerste Robustheit.

Woher kommt eigentlich die Baumwolle für unsere Kleidung?

Baumwollfasern werden aus den Samenhaaren der Baumwollpflanze, einem Malvengewächs, gewonnen. Angebaut wird Baumwolle heute insbesondere in China, Indien, Pakistan und den USA. Nach der Ernte – von Hand oder durch riesige Pflück-Maschinen – wird die Baumwolle getrocknet und von überflüssigen Bestandteilen befreit. Aus ursprünglich 100 kg Rohbaumwolle verbleiben dann etwa 35 kg reine Baumwollfasern. Diese werden nach Qualität sortiert, entwirrt, gekämmt und mithilfe sogenannter Kardierungsmaschinen zu Bändern gedrückt. Spinnmaschinen verarbeiten diese wiederum zu feinen Garnen weiter – aus denen schließlich die unterschiedlichsten Stoffe gewebt werden können.

Baumwollstoffe von Denim bis Piqué

Denim: der Stoff für wundervolle Jeans-Mode

Denim wird aus extra-dicht gewebten Baumwollfasern gefertigt. Der Jeans-Stoff ist äußerst robust und schützt die Haut besonders gut vor UV-Strahlung.
Zu den Jeans

Trikotstoff, der Baumwollklassiker

Insbesondere T-Shirts werden häufig aus Baumwolljersey, auch Trikotstoff genannt, gefertigt. Für die Herstellung wird Baumwollgarn gestrickt – sodass aus der eigentlich formbeständigen Baumwolle elastische Stoffe entstehen.
Zu den T-Shirts

Tragekomfort mit weichem Sweat

Sweatshirtstoff wurde ursprünglich für die Fertigung von Jogginganzügen verwendet – heute gibt es sogar Blazer oder Kleider aus Sweat. Seine weiche, wärmende Struktur auf der Innenseite erhält dieser Stoff durch Futterschlingen im Gewebe, die aufgeschnitten und angeraut werden.
Zu den Jogginganzügen

Filigrane Spitze für feminine Eleganz

Als dekoratives Element mit langer Tradition wird Spitze ebenfalls meist aus Baumwolle hergestellt. Baumwollspitze – zum Beispiel in Form von Lochspitze oder Tüllspitze – ziert unter anderem Dessous, Nachtwäsche und elegante Damenoberbekleidung.
Zu den Blusen mit Spitze

Der edle Klassiker: Piqué

Wie gesteppt wirkt dieses Doppelgewebe mit abwechselnd erhöhten und vertieften Stellen. Der Baumwollstoff verleiht Polohemden ihr typisches Aussehen.
Zu den Poloshirts

Baumwolle ist unglaublich vielseitig: Aus der Naturfaser werden die verschiedensten Stoffe gefertigt. Neben den besonders naturnahen reinen Baumwollgeweben sind auch Mischgewebe beliebt. Durch die Mischung mit Kunstfasern wie Polyester erhält der Stoff zum Beispiel mehr Elastizität oder Glanz.

Eigenschaften von Baumwolle

Die saugstarke Naturfaser

Etwa 2/3 ihres Eigengewichts kann die Baumwollfaser an Wasser aufnehmen. Kleidung aus Baumwolle ist daher äußerst saugstark, trocknet allerdings auch langsamer.

Ein schmeichelndes Hautgefühl ohne Kratzen und Allergiegefahr

Das ist einer der größten Vorteile von Baumwolltextilien. Die pflanzliche Faser ist daher die erste Wahl für Menschen mit empfindlicher Haut.

Natürlich atmungsaktiv – für Ihr Wohlbefinden

Baumwolle ist atmungsaktiv – das bedeutet, dass überflüssige Körperwärme in Form von Wasserdampf nach außen abgegeben wird. So kann es nicht zu unangenehmem Hitzestau unter der Kleidung kommen.

Ihre Lieblingskleidung aus langlebiger Baumwolle

Auch wenn man es den weichen Stoffen aus der Naturfaser vielleicht nicht auf den ersten Blick ansieht – sie sind äußerst reißfest und stabil. Baumwollkleidung hält daher auch höherer Belastung im Alltag problemlos stand.

Auch Baumwolle hat eine kleine Schwäche

Sie besteht aus natürlicher Zellulose und ist damit empfindlich gegenüber Mikroorganismen. Wird Baumwollkleidung beispielsweise eine längere Zeit lang feucht aufbewahrt, kann es passieren, dass sie anfängt zu schimmeln.

Aus den Samenhaaren der Baumwollpflanze gewonnen hat die Baumwollfaser eine ganz spezielle Molekularstruktur mit hohem Zellulose-Anteil von etwa 90 %. Diese Struktur ist der Grund dafür, dass Baumwolle gleichzeitig weich, stabil, saugfähig und leicht zu reinigen ist.

Die richtige Pflege

Bunte Baumwolle nicht zu heiss waschen

Weiße Baumwolle ist kochfest und kann bei 95 °C gewaschen werden. Um die Farbbrillanz bunter Baumwolltextilien zu erhalten, gilt: Helle Farben bei 60 °C, dunkle Farben sogar nur bei max. 40 °C waschen.

Am besten feucht bügeln

Um die knitteranfällige Baumwolle von Falten zu befreien, wird sie bei hohen Temperaturen von etwa 200 °C gebügelt. Leicht angefeuchtet bügeln sich Baumwolltextilien dabei leichter.

Schonende Trocknerbehandlung ist möglich

In der Regel ist Baumwollkleidung für den Trockner geeignet. Die Stoffe können sich jedoch leicht zusammenziehen. Aufdrucke aus Kunststoff können durch die heiße Luft schmelzen. Beachten Sie daher auf jeden Fall die jeweiligen Pflegehinweise.

Anspruchsvolle Baumwollkleidung chemisch reinigen lassen

Bei empfindlicher Kleidung, zum Beispiel mit Perlen- oder anderem Zierelement-Besatz, ist die professionelle Textilreinigung mit Lösungsmitteln meist sinnvoll. Und in der Regel ist diese bei Baumwollfasern bedenkenlos möglich.

Baumwollkleidung nie feucht lagern

Wer Baumwollkleidung über längere Zeit in feuchtem Zustand liegen lässt, erlebt eventuell eine böse Überraschung – wenn sich nämlich Schimmel in den Fasern festsetzt. Baumwollkleidung sollte daher immer schön durchtrocknen können.

Baumwolle ist pflegeleicht und übersteht beim Waschen auch hohe Temperaturen. Lediglich die Farben können bei falscher Pflege schnell auswaschen. Weil sie wenig elastisch ist, ist reine Baumwollkleidung – anders als solche aus Baumwollmischgewebe – knitteranfällig.